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Buck and Breck Erweiterung

Nach der Eröffnung des ‚Buck & Breck’ im Dezember 2010 entstand 2015 die Möglichkeit, einen 2. Raum zu eröffnen, was die Kapazität der Bar verdoppelte. Diese Entwicklung bot einige Herausforderungen: am Wichtigsten war, dass die einzigartige Atmosphäre der bekannten Bar nicht gestört, sondern im besten Fall verbessert wird. Zweitens waren die Erwartungen recht hoch, dass die Ergebnisse der Umgestaltung in Raum 2 das Design in Raum 1 übertreffen würden. Daher wurde beschlossen, dieselbe Weise der Dekonstruktion des klassischen Tresens vorn im hinteren Raum mit anderen Mitteln fort zu führen. Es erschien nicht ausreichend, den Raum einfach um die gleichen Elemente zu erweitern.

Im Ergebnis enstand ein Raum mit einer gepolsterten Sitzlandschaft auf mehreren Ebenen, in der die Gäste ebenso intim beieinander sitzen, nur eben auf Sofa-Niveau. Obgleich sie alle auf demselben riesigen Sofa Platz finden, erlauben die Formen und Zonen des Möbels eine Gruppenbildung in kleineren Einheiten. Die Entscheidung, ob diese Gruppen miteinander Kontakt aufnehmen, ensteht durch Hin- oder Abwenden voneinander.

Die Bar selbst nimmt mit einer Epoche Kontakt auf, in der Menschen sich an Orten zum Trinken trafen, bevor das Wort ‚Bar’ existierte: als der Betreiber noch aus dem Rückbuffet seines Warenladenregals ausschenkte, und keine Barriere zwischen sich und den Gästen hatte. Realisiert wurde dies durch das Konzept, den Tisch von vorn „zu reproduzieren, und im hinteren Raum senkrecht an die Wand zu lehnen“. Hier ist im Prinzip eine vertikale Bar entstanden, die ohne Barriere den Raum für die Sitzlandschaft erst ermöglichte.

Das Buck and Breck wurde 2013 in die Liste der 50 Best Bars Worldwide aufgenommen (aktuell #16, 2015) und zur „Bar of the Year 2015“ auf den mixology bar awards gekürt.

Kunde: Goncalo de Sousa Monteiro
Jahr: 2015
Fotos: Katja Hiendlmayer

  photo by Hidden Fortress